Energiearbeit8. September 2026·6 Min. Lesezeit

Wie ich in Paraguay zur Energiearbeit kam

Wie wurde aus einem berufspraktischen Praktikum in Paraguay der Anfang meines Weges mit Energiearbeit? Eine Spanischlehrerin, die zugleich Reiki-Meisterin war, viel Neugier und ein spontanes ‚Warum eigentlich nicht?‘

Titelbild zum Beitrag „Wie ich in Paraguay zur Energiearbeit kam“

Wenn mir damals jemand gesagt hätte: „Du gehst für ein berufspraktisches Praktikum nach Paraguay, arbeitest in einer kunststoffverarbeitenden Firma  und kommst nebenbei mit Reiki und Energiearbeit in Berührung“, hätte ich wahrscheinlich erst einmal gefragt, ob das später auch in meinen Praktikumsbericht muss.

Tat es natürlich nicht.

Mein Plan war ziemlich übersichtlich: mein Praktikum machen, in einer kunststoffverarbeitenden Firma Berufspraxis sammeln und genug Spanisch lernen, damit ich mich dort auch verständigen konnte. Energiearbeit hatte keinen Termin in meinem Kalender. Und trotzdem begann genau dort vor mehr als 20 Jahren ein Weg, der mich bis heute begleitet.

Man könnte sagen, es war Zufall. Oder, wie ich es lieber ausdrücke: Es ist mir zugefallen.

Eine Spanischlehrerin mit überraschendem Zusatzangebot

In Paraguay hatte ich eine Spanischlehrerin. Das war erst einmal nicht besonders ungewöhnlich – schließlich musste ich mich in meinem Praktikumsbetrieb irgendwie verständigen können. Ungewöhnlicher war, dass sie gleichzeitig Reiki-Meisterin war. Ist und war und ist. Bestimmt immer noch.

Das machte mich neugierig. Nicht im Sinne von: „Ich habe meinen Lebensweg gefunden!“ Eher im Sinne von: „Aha. Was ist das denn jetzt schon wieder?“

Als ich meiner Mutter davon erzählte, kannte sie Reiki bereits. Ihre Reaktion war angenehm unkompliziert: „Dann lass dich doch von deiner Spanischlehrerin einweihen.“

Ich dachte kurz darüber nach. Wirklich nur kurz.

„Ja, wieso nicht? Dann mache ich das jetzt.“

Das beschreibt mich eigentlich ganz gut. Ich muss nicht immer vorher wissen, wohin etwas führt. Wenn meine Neugier anspringt und sich etwas stimmig anfühlt, probiere ich es aus. Der ausführliche Fünfjahresplan darf dann später dazukommen. Oder auch nicht.

Reiki auf Spanisch,  zum Glück auch ein bisschen auf Deutsch

So begann ich, mich mit Reiki, Energiearbeit und der Chakrenlehre zu beschäftigen. Meine Unterlagen bekam ich teilweise auf Spanisch und teilweise auf Deutsch. Meine Spanischlehrerin sprach zum Glück auch Deutsch. Das war hilfreich  mein damaliger Wortschatz war vermutlich noch nicht ganz auf „universelle Energie und Chakrenausgleich“ vorbereitet.

Ich lernte Energiearbeit so kennen, wie sie mir damals vermittelt wurde: als eine Arbeit mit universeller Energie und mit der Vorstellung, Energie bewusst fließen zu lassen. Heute ist mir wichtig, klar zu sagen: Das ist meine persönliche Erfahrung und mein Arbeitsmodell. Ich möchte niemandem erklären, was er fühlen muss oder was die einzig richtige Wahrheit ist.

Denn das Spannende begann für mich ohnehin nicht im Kopf, sondern in meinen Händen.

Dann kribbelten plötzlich meine Hände

Bei den ersten Übungen fingen meine Finger und Hände an zu kribbeln. Später nahm ich auch Wärme wahr.

Meine sehr wissenschaftlich ausformulierte erste Reaktion darauf war ungefähr: „Cool. Was ist das denn?“

Es gab kein dramatisches Licht, keine Engelschöre und auch keine Gebrauchsanweisung aus dem Universum. Nur dieses deutliche Kribbeln und meine Neugier, die ab da endgültig wach war.

Ich wollte weiter beobachten: Was nehme ich wahr? Was verändert sich, wenn ich ruhiger werde? Wie fühlt es sich an, wenn meine Hände an einer Stelle plötzlich sehr warm werden?

Genau diese forschende Haltung gefällt mir bis heute. Nicht sofort alles erklären. Erst einmal wahrnehmen. Staunen darf sein. Skepsis übrigens auch.

Was Energiearbeit für mich heute bedeutet

Wenn ich heute von Energiearbeit spreche, beschreibe ich meine Wahrnehmung und meine Arbeitsweise. Meine Hände können an bestimmten Stellen sehr warm werden. Andere Menschen beschreiben vielleicht ein Kribbeln, Ruhe, einen feinen Widerstand oder auch gar nichts Besonderes.

Und auch „gar nichts“ ist eine gültige Wahrnehmung.

Du musst bei Energiearbeit nichts produzieren. Es gibt keine Prüfung, keinen goldenen Wahrnehmungspokal und auch keinen Punktabzug, wenn deine Hände einfach nur Hände bleiben.

Für mich geht es darum, aufmerksam zu werden und dem Raum zu geben, was gerade da ist.

In meine heutige Arbeit fließen verschiedene Erfahrungen ein, zum Beispiel Reiki, energetische Körperarbeit, Quantenheilung und intuitive Prozessbegleitung. Aber ich arbeite nicht nach dem Motto: „Heute nehmen wir Methode Nummer drei, weil Dienstag ist.“

Dein Thema gibt den roten Faden

Menschen kommen zu mir mit einem Anliegen. Vielleicht mit einer Frage, einer inneren Unruhe, einem wiederkehrenden Muster oder nur mit dem Gefühl: Irgendetwas stimmt gerade nicht mehr.

Deshalb steht für mich nicht die Methode im Mittelpunkt, sondern dein Thema. Dein Anliegen gibt mir den roten Faden.

Manchmal beginnt der Weg mit einem Gespräch. Manchmal zeigt sich etwas über den Körper oder eine feine Wahrnehmung. Manchmal ist ein einziger ehrlicher Satz der Anfang. Ich arbeite intuitiv und schaue gleichzeitig aufmerksam darauf, was für die Person in diesem Moment stimmig ist.

Oder, wie ich im Video nach meiner Erklärung sehr fachkundig ergänze: „Genau, so sieht es aus. Micky Maus.“

Ich finde, auch bei tiefen Themen darf zwischendurch gelacht werden. Wir sind schließlich Menschen und keine perfekt sortierten Bedienungsanleitungen.

Eine kleine Wahrnehmungsübung mit deinen Händen

Wenn du neugierig bist, kannst du eine ganz einfache Übung ausprobieren:

  1. Halte deine Hände mit etwas Abstand einander gegenüber.
  2. Bewege sie ganz langsam aufeinander zu.
  3. Halte zwischendurch inne und gehe wieder ein kleines Stück auseinander.
  4. Wiederhole die Bewegung und beobachte, was du wahrnimmst.

Vielleicht spürst du die natürliche Wärme deiner Hände. Vielleicht ein Kribbeln oder einen feinen Widerstand. Vielleicht denkst du nach zehn Sekunden: „Agnes, da ist einfach gar nichts.“ Auch das ist völlig in Ordnung.

Versuche nicht, ein bestimmtes Ergebnis herzustellen. Nimm einfach wahr. Die Übung ist keine Prüfung und sie beweist nichts. Sie ist nur eine kleine Einladung, für einen Moment langsamer zu werden und wieder genauer hinzuspüren.

Was Paraguay nun mit all dem zu tun hat

Paraguay war für mich nicht nur der Ort meines berufspraktischen Praktikums. Es war auch der Ort, an dem eine unerwartete Begegnung etwas in Bewegung brachte.

Ich wusste damals nicht, dass ich mich mehr als 20 Jahre später noch immer mit Energiearbeit beschäftigen und andere Menschen intuitiv begleiten würde. Ich wollte erst einmal praktische Berufserfahrung sammeln und mich im Firmenalltag auf Spanisch verständigen können. Der Rest kam ungefragt mit ins Reisegepäck.

Vielleicht müssen wir nicht immer sofort wissen, wohin eine Begegnung oder ein Impuls führt. Manchmal reicht dieses kleine: „Warum eigentlich nicht?“

Bei mir begann damit ein Weg.

Energiearbeit und intuitive Prozessbegleitung ersetzen keine medizinische, psychotherapeutische oder heilkundliche Behandlung. Ich verstehe sie als Einladung zu bewusster Selbstwahrnehmung, innerer Orientierung und einem ehrlichen Kontakt mit dem eigenen Anliegen.

Wenn du die Geschichte lieber direkt von mir hören und die kleine Übung mitmachen möchtest, schau dir mein YouTube-Video „Wie ich in Paraguay zur Energiearbeit kam“ an.

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